Mobilität ist für die meisten Menschen mittlerweile eine wesentliche Grundvoraussetzung, auf die sie in vielen Aspekten ihres Lebens – sei es beruflich oder in der Freizeit – nicht verzichten können oder wollen. Durch den stetigen technischen Fortschritt und Dank der durchdringenden Vernetzung von Fahrzeugen mit Menschen bzw. mit der Infrastruktur wird der Transport von Personen, aber auch von Gütern, einfacher und effizienter. Dank der Fortschritte in der Drohnen-Technologie sind diese effizienten Transportwege auch nicht nur auf Landwege beschränkt.
War früher das eigene Auto das non-plus-ultra für uneingeschränkte und flexible Mobilität, so werden bereits heute, zumindest in vielen Großstädten, verstärkt gute und preislich attraktive Alternativen im sogenannten „Mobilitäts-Mix“ genutzt. Durch diesen multimodalen Mobilitätstrend werden die für den jeweiligen Zweck am besten geeignetsten Transportmöglichkeiten gewählt, wie Car-Sharing, Uber, Leih-Fahrräder aber auch klassische städtische öffentliche Verkehrsmittel, die jedoch durch die Integration von Informations- und Mobilitätsdienste deutlich aufgewertet werden.

Eine wesentliche Änderung im städtischen Verkehrsbereich wird vor allem die Zunahme an Fahrzeugen mit alternativen Antrieben (Elektro-Antriebe, Gas, Brennstoffzellen, …) mit sich bringen. Immer mehr Großstädte sprechen sich dafür aus, dass sie in den nächsten 5 bis 15 Jahren einen Großteil der Diesel-/Benzinbetriebenen Fahrzeuge aus den Großstädten verbannen wollen – zu Gunsten der Reduzierung von Schadstoff-Emissionen. Dies hat aber auch nicht unwesentliche Auswirkungen auf die Feuerwehr und deren Einsatzmethoden bei Verkehrsunfällen, da die Unfallfahrzeuge nicht nur vielfältiger, sondern auch komplexer werden. Vor allem sind die Einsatzkräfte verstärkt den Gefahren von Hochvoltsystemen sowie der Selbstentzündung von beschädigten Hochvoltbatterien ausgesetzt, wodurch besondere Sicherheits- und daher im Vorfeld bereits entsprechende Schulungsmaßnahmen erforderlich sind.

Wie schon heute von einigen Automobilherstellern entwickelt und bereits im Feldversuch laufend getestet, werden in naher Zukunft auch vermehrt autonom-fahrende Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein. Unabhängig davon, ob diese selbstfahrenden Fahrzeuge im Regelbetrieb sicherer sind oder nicht, so bleibt für die Einsatzkräfte fraglich, wie sich diese bei einem Unfall verhalten. Was passiert, wenn es hier beispielsweise zu unkontrollierten Fortbewegungen des Fahrzeuges kommt oder wie verhalten sich selbstfahrende Fahrzeuge gegenüber Einsatzkräften bei Blaulichtfahrten, wenn diese bei roter Ampel in eine Kreuzung einfahren oder mit überhöhter Geschwindigkeit im Straßenverkehr sich den Weg an ihnen vorbei bahnen?

Der Mobilitätstrend bietet aber auch durchaus Chancen und neue Möglichkeiten für Feuerwehren, wodurch deren Einsatzkräfte in der Ausübung ihrer Tätigkeiten unterstützt werden. Intelligentere Assistenzsysteme sorgen für mehr Sicherheit bei Einsatzfahrten, besonders bei zunehmenden Verkehrsaufkommen in den Städten. Weiters können sich durch alternative Antriebskonzepte neue Möglichkeiten für die Gestaltung von Feuerwehrfahrzeugen ergeben. Darüber hinaus ermöglichen die nahezu geräuschlosen und emissionsreduzierten Fahrzeugantriebe an der Einsatzstelle ein stressfreieres und konzentrierteres Arbeiten.

Man darf also gespannt sein, was in naher Zukunft in Bezug auf Mobilität auf die Feuerwehren und natürlich auch alle anderen Einsatzkräften zukommt.

 

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