Die CURRENTA managt und betreibt eines der größten Chemie-Areale in Europa – den CHEMPARK – mit seinen drei Standorten in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen mitten in Nordrhein-Westfalen. Dabei bietet CURRENTA den rund 70 ansässigen Unternehmen und Fremdfirmen als Dienstleister unter anderem neben der Infrastruktur auch die für deren Produktion erforderliche Ausgangsstoffe und Energien sowie das darauf abgestimmte moderne und zuverlässiges Umwelt- und Sicherheitsmanagement.

Ein Abstand von bis zu 60 Kilometern zwischen den einzelnen Werken erfordert an jedem Standort eine eigenständige und leistungsfähige Werkfeuerwehr. Im Einsatzfall kann bei Bedarf natürlich durchaus das Einzelpotential zusammengeführt werden. Dies gilt insbesondere für die zahlreichen Spezial- und Sonderfahrzeuge, welche die über 410 Brandschützer in den einzelnen Werken vorhalten.

 

Hohes Gefahrenpotential

Gefährlich Stoffe und Güter gelangen über den LKW und Tankwagen, die Eisenbahn oder das Schiff in und aus den Werken. Innerbetrieblich werden die Produkte noch zusätzlich über Rohrleitungen in die unterschiedlichen Produktionsgebäude und -anlagen bewegt. Natürlich werden alle denkbaren Abwehrmaßnahmen so vorgeplant, dass Notfälle schnell und gezielt beherrscht werden, um Schäden für Mensch und Umwelt zu verhindern bzw. zu minimieren. Alle Konzepte zur Gefahrenabwehr sind an die Gefährdungspotenziale der im CHEMPARK ansässigen Unternehmen angepasst. Veränderungen in den einzelnen Unternehmen erfordern jedoch oftmals Anpassungen in der Technik und Taktik der Werkfeuerwehr.

 

Neues Einsatzfahrzeug für den Ernstfall

Der Gerätewagen Atemschutz-Dekontamination (GW-ASD) stellt neben zusätzlichen Atemschutzgeräten und Messgeräten den Einsatzkräften der Erstangriffsfahrzeuge als Ergänzung eine große Auswahl an Chemikalien- und Strahlenschutzkleidung der unterschiedlichsten Schutzstufen zu Verfügung. Der spezielle Wetter- und Sichtschutz bietet den erforderlichen Raum für das An- und Ablegen der speziellen Schutzkleidung auch bei ungünstigen Wetterverhältnissen und ungewünschten Blicken.

Ein besonderer Schwerpunkt dieses absoluten Spezialfahrzeuges ist die erweiterte Dekontamination im ABC-Einsatz. So können im Heckbereich nicht nur die Einsatzkräfte nach dem Einsatz von starker und schwerer Verschmutzung dekontaminiert werden, sondern auch verletzte Personen auf einer Krankentrage vor der Übergabe zur weiteren Versorgung an den Rettungsdienst. Das bei der Dekontamination anfallende Reinigungsflüssigkeit wird dabei direkt aufgefangen und kann zur Entsorgung eigenständig abgepumpt werden.

Aufgrund der integrierten Technik für Trink- und Warmwasseraufbereitung sowie der automatischen Bereitstellung des jeweils richtigen Dekontaminationsmittels kann das Fahrzeug autark betrieben werden und ist somit im Einsatz von anderen Fahrzeugen oder einer Infrastruktur unabhängig. Während des Einsatzes bietet das Innere des Fahrerhauses zusätzlich einen großzügigen Arbeitsplatz für die Atemschutzüberwachung und Einsatzdokumentation. Dabei können auch gleich die für einen Gefahrguteinsatz erforderlichen Wetterdaten an der Einsatzstelle ermittelt und dem Einsatzleiter zu Verfügung gestellt werden.

Durchdachte Technik und optimierte Arbeitsabläufe ermöglichen eine Inbetriebnahme und den Betrieb des Fahrzeuges und der umfangreichen Ausstattung durch lediglich zwei Feuerwehrmänner in kürzester Zeit.

 

Technische Daten

Gerätewagen Atem/Dekon