Welche Anforderungen muss eine moderne Feuerwehrschutzkleidung erfüllen?

Im Feuerwehralltag werden Einsatzkräfte mit den unterschiedlichsten Gefahrenszenarien konfrontiert. Hitze, Flammen, Wasser, messerscharfe, wegstehende Teile oder herunterfallende Mauerteile, etc. sind permanente Gefahrenquellen bei den vielfältigen Einsätzen. Aber auch Gefahren durch Überhitzung und Ermüdung zeigen den Einsatzkräften rasch die Grenzen des Machbaren in derartigen Ausnahmesituationen auf.

Um die technischen Anforderungen einer leistungsfähigen Schutzkleidung abzusichern, legen wir von Rosenbauer vor der Markteinführung eines neuen Produktes größten Wert auf Praxistests und relevante Prüfungen auf Basis normativer Vorgaben.

Manche diese Normanforderungen sind ohnehin notwendig, um ein derartiges PSA-Produkt zum Schutz der eigenen Gesundheit in Verkehr bringen zu dürfen: quasi die Eintrittskarte für Produkte, die Gesundheit und Leben des Trägers schützen sollen. Andere Normnachweise wiederum sind Ergänzungen, die dem Anwender oder Beschaffer der Bekleidung zusätzliche Sicherheit geben sollen.

 

Was verbirgt sich hinter den verschiedenen Normkennzeichnungen beim FIRE FLEX?

EN 469:2005 + A1:2006 Grundlage für jegliche Feuerwehrbekleidung in Europa ist die EN469. Diese Norm gibt Grundanforderungen an Hitze- und Flammbeständigkeit, Wärmedurchgang, Wasserdichtigkeit bzw. Atmungsaktivität etc. vor.
Hier übertrifft der FIRE FLEX alle Kriterien auf höchstem Level.

ThermoMan Der FIRE FLEX Anzug wurde zusätzlich auch einem absoluten Härtetest hinsichtlich Flash Over Belastung unterzogen. Hier wird eine 8 Sekunden dauernde Vollbeflammung an einem kompletten Anzug durchgeführt und mittels Sensoren die Hitzebelastung am Körper ermittelt, um die Schutzwirkung gegen mögliche Verbrennungen festzustellen (besser bekannt unter dem Begriff „ThermoMan Test“). Dies stellt eine extreme Belastung für Mensch und Material dar, wie sie in der Praxis im Extremfall vorkommen kann. Der FIRE FLEX erreicht bei diesem Test ausgezeichnete Ergebnisse mit extrem hoher Schutzwirkung.
Schutzanzug FIRE FLEX - ThermoMan Prüfung Schutzanzug FIRE FLEX - ThermoMan Prüfung Vollbeflammung

Ebenfalls ein Test, der mit dem gesamten Anzug durchgeführt wird, ist der Beregnungstest nach EN 14360. Hier wird der Schutzanzug eine Stunde lange intensiver Beregnung ausgesetzt und anschließend jeder cm² der wassersaugenden Unterbekleidung darauf geprüft, ob an irgendeiner Stelle ein Wassereintritt passiert ist. Auch hier haben wir mit unserem FIRE FLEX bestmöglich, ohne einer einzigen Schwachstelle, abgeschnitten.
Schutzanzug FIRE FLEX - Regentest UnterbekleidungSchutzanzug FIRE FLEX - Regentest

IEC 61482-2:2018 APC 2 Der FIRE FLEX ist auch Störlichtbogen-getestet. Was bedeutet das für den Träger? Bei einem Stromüberschlag, wie es bei Einsätzen im Bereich von Hochspannungsanlagen möglich ist, kann der Träger sich darauf verlassen, dass er gegenüber den thermischen Gefahren eines derartigen Störlichtbogens ausreichend geschützt ist (höchste Klasse!).

EN 343:2003 + A1:2007 Und schließlich haben wir den FIRE FLEX auch nach der EN343 zertifiziert. Diese Norm definiert Schutzkleidung gegen schlechtes Wetter – eine Belastung wie sie immer wieder vorkommt – sind doch Feuerwehreinsätze fast immer mit Arbeiten im Außenbereich verbunden. Auch hier erreicht der FIRE FLEX die höchstmögliche Schutzwirkung hinsichtlich Wasserdichtigkeit einerseits und Atmungsaktivität andererseits.

 

Fazit

Die zahlreich durchgeführten Tests und Prüfungen geben den Einsatzkräften höchstmögliche Sicherheit, auch in Extremsituationen bestens geschützt zu sein.