Letztes Jahr berichtete Rosenbauer über die ARFF User Group Conference aus Las Vegas, heuer fand die Konferenz von 1. bis 2. Juni in Kopenhagen statt. Dabei waren 130 Teilnehmer aus der ganzen Welt – von Neuseeland bis Hawaii, wo sogar der Airport Fire Chief angereist war.
Persönlich habe ich die Gespräche mit einem Feuerwehrmann aus Grönland sehr genossen, da man  ja nicht so oft die Möglichkeit hat mit einem Inuit zu sprechen. Seine Begrüßung war mit einem großen Lacher verbunden, als er sagte: Hello Markus, I’m Manu from Greenland, but don’t think I‘m living in an Igloo.

Motto „Future Aviation Safety“

ARFF Working Group Conference Kopenhagen_RosenbauerDas Motto der Konferenz – „Future Aviation Safety“ – war super spannend, mit sehr interessanten Vorträgen über die Sicherheitsanforderungen von Flughafenfeuerwehren.
Zum Beispiel hat der Feuerwehrchef vom Brüsseler Flughafen über seine Erfahrungen der Terrorattacke aus dem letzten Jahr gesprochen und wie man sich darauf – oder eben gerade nicht – vorbereiten kann. Mr. Brian McKinney vom Flughafen Dallas Fort Worth berichtete über seine detaillierten Löschversuche von brennendem JET-A Kraftstoff mit fluorfreien Schaummitteln. . In einem großen Themenblock ging es weiter um neuartige Materialen im Flugzeugbau. und das muss auch bei der Flugzeugbrandbekämpfung berücksichtigt werden. Zum Beispiel ist die Durchbrennzeit einer Kabine aus kohlefaserverstärktem Material wesentlich höher jene aus glasfaserverstärktem Aluminium. Die Gefahren für die Einsatzkräfte bei einem solchen Brand sind ohne Atemschutz enorm, auch wenn man nicht unmittelbar am Einsatzort ist, steigt die Gefahr das Mikropartikel der Kohlefaser in die Lunge kommen.

Und wir als Rosenbauer hatten auch so einiges zu bieten.

Wertvolles Feedback

ARFF Working Group Conference Kopenhagen_RosenbauerErneut zeigte sich, dass wir mit unserem Gespür, bei der Entwicklung der neuen PANTHER Generation ein wesentliches Augenmerk in Richtung Sicherheit zu lenken, die Erwartungen der Flughafenfeuerwehren getroffen haben.

Die crashgetestete Kabine sowie das Fahrassistenzsystem RSC sind nur zwei Beispiele von vielen in dieser Hinsicht. Meine Kollegen Wolfgang Vorberger und Michael Kaiser konnten die Details dem großen Publikum vorstellen.

 

Der neue PANTHER Cockpit Simulator

ARFF Working Group Conference Kopenhagen_RosenbauerAber auch abseits des Fahrzeugs gibt es viel rund um die Sicherheit für Flughafenfeuerwehren zu berichten. Eigens für die Konferenz haben wir unseren brandneuen PANTHER Cockpit Simulator nach Kopenhagen mitgebracht.

Mit dem PANTHER Taktik Simulator ermöglichen wir ein absolut gefahrloses Trainieren für Flugzeugbrandbekämpfung. Dieser Simulator schont nicht nur die Umwelt, da hier kein Schaummittel oder andere Ressourcen verschwendet werden, sondern auch das Trainingsbudget der Feuerwehren. Was noch wichtiger ist: mit dem Simulator kann man so oft trainieren bis jeder Griff sitzt – und das spart wertvolle Zeit und gibt Vertrauen wenn es ernst wird.
ARFF Working Group Conference Kopenhagen_RosenbauerDieser Simulator ist einen Wechsellader-Container eingebaut und kann dadurch flexibel eingesetzt werden.

Um ein Simulatortraining noch erfolgreicher zu machen, haben wir gemeinsam mit dem Ausbildungszentrum des Flughafen Kopenhagen ein E-Learning für die Grundausbildung der Flugzeugbrandausbildung entwickelt und auch bei dieser Konferenz vorgestellt. Dieses Programm wird nun im Vorfeld zu jeder Simulatorausbildung absolviert und bereitet  die Teilnehmer optimal vor.

Impulse aufgreifen

Zusammenfassend war die ARFF Working Group Conference  –  meine erste –  sehr aufschlussreich und ich kann die Teilnahme daran  jedem sehr weiterempfehlen, der mit Flughafenfeuerwehren zu tun hat. Details zu Konferenz gibt’s hier.

Erste Learnings werden nun umgehend in die Simulationssoftware einfließen, wie beispielsweise die Erkenntnis, dass die kohlefaserverstärkte Kabinen länger zum Durchbrennen benötigen.