Tolle Atmosphäre, hochmotivierte Teams und vielversprechende kreative Ideen zu digitalen Herausforderungen – das alles gab es an den drei intensiven Arbeitstagen des Multi-Corporate Hackathons, der Ende April in den beeindruckenden Räumlichkeiten der brandneuen KTM Motohall in Mattighofen stattgefunden hat.

Wie Anfang April im Blogbeitrag „Let’s hack! – Multi-Corporate Hackathon 2019“ bereits berichtet, hat das Automobil Cluster der Wirtschaftsagentur Business Upper Austria zu einem dreitägigen Hackathon eingeladen, zu dem neben KTM und Raiffeisenlandesbank Oberösterreich eben auch Rosenbauer seine Experten entsandt hat. Ziel war es, gemeinsam mit innovativen, ausgewählten Start-Ups interdisziplinäre Teams zu bilden und an insgesamt 16 unterschiedlichen Themenstellungen zu arbeiten. Die Themen standen dabei allesamt im Zeichen der Digitalisierung. So wurden Konzepte entwickelt, wie aus der Datenflut aus sogenannten Big Data Lakes nutzbringende Informationen für die Produktion aber auch für den Endkunden generiert werden, wie 3D Visualisierungen Arbeitsabläufe und Prozesse beschleunigen bzw. unterstützen und wie intelligente Assistenzsysteme Hilfestellungen oder sogar ganz neue Services für den Kunden bieten können.

Hackathon Registrierung

Drei innovative Unternehmen waren beim Hackthon dabei.

Hackathon Rosenbauer Team Besprechung

Start-Ups und Experten von Rosenbauer an einem Tisch

Hackathon Team Besprechung

Zu vielfältigen Themen und Problemstellungen wurden Konzepte entwickelt.

 

Was waren die konkreten Themenfelder und Ergebnisse bei den Rosebauer Teams?

Gemeinsam mit einem Berliner Start-Up haben Kollegen von Rosenbauer Karlsruhe und Rosenbauer International an einem Assistenzsystem gearbeitet, das mit Hilfe von Sensoren und Kameras bei der geeigneten Positionierung der Drehleiter unterstützen soll. So soll bei der Anfahrt zum Einsatzort bereits frühzeitig erkannt werden, ob diverse Hindernisse oder Bodenbeschaffenheiten eine optimale Aufstellung der Drehleiter überhaupt zulassen.

Drohende Schäden oder Ausfälle von Fahrzeugen oder Maschinen und damit einhergehende längere Wartezeiten auf Ersatzteile vermeiden – damit beschäftigte sich ein Team der Entwicklungsabteilung für Electronics and Electrics. Aus der Analyse von bestehenden Fahrzeugdaten sollen Wartungen und Reparaturen im Sinne von Predictice Maintenance effizienter gestaltet werden, indem Fehler erkannt werden, noch bevor diese überhaupt auftreten. Mit einem anderen Berliner Start-Up wagte sich ein weiteres Team in die Untiefen des Big Data Lakes, um aus losen Daten nutzbringende Informationen aufzubereiten.

Doch auch bereits in der Produktionsplanung von Feuerwehrfahrzeugen sollen zukünftig Big Data Analysen helfen, Fahrzeugstandards festzulegen und so die Durchlaufzeiten in der Auftragsabwicklung zu optimieren. Dazu liefert ein internes Expertenteam in Zusammenarbeit mit einem Salzburger Start-Up eine vielversprechende Lösung.

Zusammen mit einem Tiroler Start-Up hat das fünfte Team an einem Konzept zu einem virtuellen Beladeplan gearbeitet. Damit könnten Kunden zukünftig mittels Virtual Reality Brille ihr Feuerwehrfahrzeug selbst mit ihrer Ausrüstung beladen. Die Präsentation dieses Konzepts hat übrigens auch den „Publikumspreis“ für den „besten Pitch“ gewonnen.

CFT beim Hackathon

Das Feuerwehrfahrzeug der Zukunft, der CFT, war auch vor Ort mit dabei.

Hackathon in der KTM Motohall

Die KTM Motohall war die perfekte Location für den Multi-Corporate Hackathon.

Hackathon Austausch

Der Hackathon gab auch die Möglichkeit zum branchenübergreifenden Austausch.

 

Wie geht’s weiter?

Jury und Publikum beim Hackathon

Abschlusspräsentation vor der hochkarätigen Fachjury

Am Schlusstag dieses 3-tägigen Events mussten schließlich alle Teams ihre Ideen vor einer hochkarätigen Fachjury präsentieren bzw. „pitchen“ und diese von ihren ausgearbeiteten Konzepten überzeugen. Dafür hatten sie exakt 3-Minuten Zeit – und keine Sekunde mehr!

Drei der fünf präsentierten Konzepte bekamen übrigens von der Rosenbauer Fachjury ein Go. Das bedeutet, dass man diesen Start-Ups eine weiterführende Zusammenarbeit angestrebt, im Zuge dessen erst einmal Proof of Concepts erstellt wird. Wenn sich diese bewähren, so ist der Weg zu einer Serien-Umsetzung nicht mehr weit.

Wir dürfen auf alle Fälle gespannt sein!

 

Dieser Blog-Beitrag entstand ins Zusammenarbeit mit Sebastian Kaiser-Mühlecker (Praktikant Innovationsmanagement).

 

Weitere Bilder zum Multi-Coporate Hackathon 2019 finden Sie auf unserer Facebook-Seite.