 |
Autodrehleiter Rosenbauer - Metz,
Typ L 32A |
Feuerwehr Frauenfeld,
8500 Frauenfeld |
|
|
| Fahrgestell: |
MAN TGM 15.290 4x2 BL
Zul. Gesamtgewicht 15,0 t
Radstand 4775 mm
MAN 6-Zylinder Reihenmotor D0836LFL61 Dieselmotor6-Zylinder Diesel-Reihenmotor,
Turboaufladung und Ladeluftkühlung, Euro 5
Leistung 290 PS Automatisiertes Schaltgetriebe
Serienmässiges Fahrerhaus für Fahrer und Beifahrer |
| Leitersatz: |
| Mit dem fünfteiligen Leitersatz aus hochwertigen Stahl Hohlprofilen mit abwinkelbarem Korbarm wird eine maximale Arbeitshöhe von 32 m (Höhe der obersten Leitersprosse: 29,80 m) erreicht. In Fahrstellung ist der Leitersatz in der Leiterauflage abgelegt.
Aufgrund des komfortablen Abstandes zwischen den einzelnen Leiterteilen kann der Leitersatz auch dann sicher bestiegen werden, wenn die Leitersprossen nicht direkt übereinander liegen.
Der Leitersatz ist während der Bewegungen "Aufrichten" oder "Neigen" sowie "Ausfahren" oder "Einfahren" durch je zwei voneinander unabhängige Antriebselemente gesichert. Jedes dieser Elemente ist für sich in der Lage, die Leiter in ihrer jeweiligen Position zu halten.
Während des Leiterbetriebs werden die Bewegungen für "Aufrichten", "Neigen", "Ausfahren", "Einfahren" und "Drehen" an den Freistands und Benutzungsgrenzen automatisch verlangsamt und gestoppt.
Wenn der Leiterpark in der Leiterauflage abgelegt ist, kann er nur angehoben werden. Eine automatische Verriegelung verhindert andere Bewegungen. Erst außerhalb des Bereiches der Leiterauflage können wieder alle Bewegungen gefahren werden.
Stößt der Leiterpark auf ein Hindernis, werden alle Leiterbewegungen automatisch gestoppt.
Bei Störung bzw. Ausfall der Überwachungseinheiten ist sichergestellt, dass alle Leiterbewegungen maschinell betrieben werden können. Mit vier Bedienhebeln am Hauptsteuerstand sind alle Leiterbewegungen (Aus /Einfahren, Aufrichten/Neigen, Drehen rechts/links, Terrainausgleich) hydraulisch steuerbar. |
|
| Bewegungen, Terrainausgleich und Wiegesystem: Aufrichten und Neigen: |
| Der Leitersatz wird über zwei doppelt wirkende hydraulische Hebezylinder aufgerichtet und geneigt. Aufrichten bis zu 75°, Neigen bis 15° unter die Horizontale ist möglich. Mittels der Waagerecht‑Senkrecht‑Abstützung können Schräglagen von 7° ausgeglichen werden oder das Fahrzeug gewollt 7° schräggestellt werden, um den Leiterpark bis insgesamt ‑22° seitlich abzusenken. |
| Drehen: |
| Der Leiterpark kann bei allen Aufrichtewinkeln endlos gedreht werden. Hiervon ausgenommen sind die "geometrischen Grenzen" wie z.B. Fahrerhaus, Abstützung etc. |
| Terrainausgleich: |
| Die selbsttätige, hydraulisch gesteuerte Geländeausgleichseinrichtung (Terrainausgleich) ist bei allen Aufrichte‑ und Neigungswinkeln wirksam. Sie stellt sicher, dass die Leitersprossen immer horizontal sind, auch wenn das Fahrzeug bis zu 8,5° schräg steht (z. B. an Steigungen). |
| Metz‑Wiegesystem (MWS) mittels3D‑Lastmessung: |
| Prinzip der Metz‑3D‑Lastmessung: |
| Je weniger Unbekannte vorliegen, desto präziser lässt sich ein Ergebnis berechnen. Dieses Prinzip liegt der Metz‑3D‑Lastmessung zugrunde. Daher ist der Leitersatz an nur drei Punkten mit dem Drehgestell verbunden. An diesen drei exakt bestimmbaren Punkten werden über Lastmessbolzen alle Kräfte gemessen, die auf den Leitersatz einwirken. Gleichzeitig werden Drehanstöße und die Torsionsbelastung an der Einspannstelle erfasst. Die Messergebnisse werden ständig mit der maximal zulässigen Belastung des Leitersatzes abgeglichen. Ist diese erreicht, stoppen alle Leiterbewegungen automatisch und es können nur noch Bewegungen gefahren werden, die den Leiterpark entlasten. Die maximale Belastung kann z.B. durch Zuladen weiterer Personen oder Ausrüstung erreicht werden oder aber durch weiteres Ausfahren bzw. Absenken des Leiterparks. |
| Stützkraftmessung: |
| Zusätzlich zur 3D‑Lastmessung im Leiterpark ist die Stützkraftmessung als redundantes Sicherheitssystem integriert. An den vier Stützen sind zusätzliche Sensoren zur exakten Messung der Abstützkraft / Restlast integriert. Wird der vorgeschriebene Mindestwert erreicht, stoppen sofort alle Leiterbewegungen, die zu einer weiteren Entlastung der Bodenteller führen würden. Optimale Stand‑ und somit Betriebssicherheit sind gewährleistet. Die Stützkraftwerte können von allen Displays abgelesen werden. |
| Korb mit maximaler Tragkraft von 450 kg: |
| Allgemein |
| Der stehende Überklapp Rettungskorb ist aus Aluminium gefertigt. Er verfügt über eine
große Standfläche und ist für drei Personen mit zusätzlicher Ausstattung ausgelegt. Der Korbboden steht bei allen Aufrichtewinkeln automatisch waagerecht.
Der Rettungskorb wird an den Abstützbedienständen in Arbeits bzw. Fahrstellung geklappt.
Zum Einstieg in den Korb vom Boden aus können die beiden vorderen seitlichen Türen inkl. Reling komplett geöffnet werden. Die herunter klappbare Überstiegsleiter vorne mittig ist unverzichtbar für den sicheren Überstieg bei Balkonen oder Brüstungen. Beim Schnelleinsatz erfolgt der Aufstieg vom Podium über Leitersatz in den Korb, dessen Rückwand für diesen Zweck ebenfalls geöffnet werden kann.
Der Rettungskorb kann bei Bedarf abgenommen werden.
Wenn der Nebenantrieb eingeschaltet ist, der Korb sich aber noch nicht in Arbeitsstellung befindet, ertönt ein akustisches Signal. Dieses Signal wird auch dann aktiviert, wenn der Korb sich beim Ausschalten des Nebenantriebs noch nicht in Fahrstellung befindet. |
|
| Korbsteuerstand/ Korbsteuerung: |
Der Korbsteuerstand ist an der linken Korbinnenseite angebracht und kann nach vorne geschwenkt werden. Er ist immer zugänglich und einsehbar, selbst wenn Zusatzausrüstung wie z.B. die Krankentrage oder das Wendestrahlrohr im Einsatz sind. Der Korbsteuerstand umfasst:
- zwei Joysticks für stufenlose Leiterbewegungen wie Ausfahren, Einfahren, Aufrichten, Neigen und Drehen. Die Funktionen und die Bewegungsgeschwindigkeiten sind identisch mit denen des Hauptbedienstandes.
- Funktionstaster für Notstop, Motor Start‑Stop und Aufhebung Korbanstoßsicherung.
- LCD‑Farbbildschirm als Anzeige und weiteres Bedienelement (siehe Hauptbedienstand)
- einen Freigabetaster (Totmannschalter) der verhindert, dass es beim Ausfall des Bedieners zu ungewollten und unkontrollierten Leiterbewegungen kommt.
|
| Zusatzfunktionen: |
| Mit Hilfe des Target Memory Systems (TMS) kann ein Ziel automatisch angefahren werden. Ein Manöver, das einmal ausgeführt und aufgezeichnet wurde, kann beliebig oft wiederholt werden. Das System zeichnet einen Weg über einen Zeitraum von bis zu 4 Minuten auf. ARF (Automatische Rückholfunktion) ist ein Sicherheitssystem, das speziell für die L32 A entwickelt wurde. Per ARF kann der Leitersatz der L32 A automatisch so weit zurück gefahren werden bis der Leiterpark vom Hauptbedienstand aus wieder einsehbar ist. Befindet sich das Gelenkteil der L32 A z.B. hinter einem Dachvorsprung und der Bediener im Korb ist nicht mehr in der Lage, die Drehleiter zu steuern, wird ARF am Hauptbedienstand per Tasterdruck aktiviert und die Drehleiter aus dem Gefahrenbereich herausgefahren.
Das VRS (Vertikal‑Rettungssystem) kann am Display des Hauptbedienstandes und des Korbes aktiviert werden. Ist es aktiviert und wird der Joystick für Auf‑/ Ab‑Bewegungen gefahren, bewegt sich der Korb ausschließlich in vertikaler Richtung (Leiterpark fährt gleichzeitig aus und wird aufgerichtet). Personen/Gegenstände können senkrecht aus Schächten gerettet werden. |
| Abstütz‑Steuerung: |
| Am Fahrzeugheck befindet sich links und rechts ein Abstützbedienstand. Die Stützenbewegungen werden über Joysticks gesteuert. Die Stützen können einzeln, paarweise (links/rechts) oder alle gleichzeitig (Gesamtsteuerung) gefahren werden. Bei Leiterbetrieb wird die zulässige Ausladung der jeweiligen Abstützbreite automatisch angepasst und im Display des Haupt‑ und Korbbedienstandes angezeigt. Über dem Fahrerhaus bzw. über dem Heckbereich im Winkel von ca. 60° ist immer die maximale Ausladung möglich, unabhängig von den Abstützbreiten. |
|
| Hauptbedienstand |
Der Hauptbedienstand ist links am Drehgestell montiert. Er zeichnet sich aus durch:
- übersichtliche Anzeigen und Steuerelemente, die der Maschinist auch mit Handschuhen problemlos bedienen kann
- einen ergonomischen Sitz mit bis ca. 30° nach hinten neigbarer Rückenlehne
- den freien Zugang zum Hauptbedienstand
- leicht zugängliche Notbetriebshebel
Der Sitz des Hauptbedienstandes ist mit einer Sitzheizung ausgestattet
|
| Beleuchtung: |
- Scheinwerfer Fußbereich und Notbetriebshebel (unter Sitzfläche)
- Scheinwerfer unterhalb des Hauptbedienstandes zur Beleuchtung der Trittfläche
- 2 Stück Suchscheinwerfer an der Spitze der Unterleiter, elektrisch verstellbar
- 2 Stück Flutlichtscheinwerfer 230 V, 1000W am Korb
|
| Steuerung und Anzeigen: |
| Die Bedienung vom Hauptbedienstand hat Vorrang vor der Bedienung vom Korbbedienstand aus. |
| Bedienelemente in den Armlehnen: |
- Joystick Ausfahren/Einfahren
- Joystick Drehen, Aufrichten, Neigen
- Mikrofon für die Wechselsprechanlage
|
| Bedienelemente im Fußbereich: |
- Freigabetaster (Totmannschalter), der verhindert, dass es beim Ausfall des Bedieners zu ungewollten und unkontrollierten Leiterbewegungen kommt
- Fußtaster zur Aktivierung der Wechselsprechanlage
|
| Bedienelemente und Anzeigen in der dreh‑ und neigbaren Konsole mit blendgeschütztem LCD‑Bildschirm: |
- Blockierung aufheben
- Korbsteuerung abschalten
- Not‑Aus
- Scheinwerfer Unterleiter ein‑/ausschalten
- Motor Start
- Motor Stopp
- Verstellung Scheinwerfer Unterleiter
- Sprossengleichstellung
- Freistandsgrenze
- Terrainausgleich abschalten
- Lautstärkeregelung Wechselsprechanlage
Weitere Bedienelemente im Display (z.B. Generator Start/Stopp, Ein‑/Ausschalten der Umfeldbeleuchtung, Ein‑/Ausschalten der Sitzheizung) sowie weitere Anzeigen (z.B. Motordrehzahlerhöhung bei Unterspannung) sind abhängig von der Gerätekonfiguration. Weitere Informationen zur Belastung und Ausladung des Hubrettungssatzes sowie Details zu vorliegenden Störungen werden an der Konsole des Hauptbedienstandes angezeigt. |
| Podium |
| Das Podiumgerippe ist eine Aluminiumkonstruktion aus eloxierten Stangpressprofilen, welche direkt auf den Grundrahmen montiert ist.
Die Podiumdeckfläche besteht aus eloxierten Aluminium‑Strangpressprofilen. Die Kanten sind abgeschrägt.
Hinter dem Fahrerhaus ist ein hochgezogener Gerätekasten aufgebaut. Er beinhaltet je zwei Geräteräume auf der linken und rechten Fahrzeugseite. Die vorderen Geräteräume sind mit Lamellenverschlüssen, die hinteren sind z.B. für Ausrüstungsgegenstände wie Krankentragenlagerungen geeignet und können mit Klappen geschlossen werden.
Rechts und links sind je zwei Geräteräume mit Lamellenverschlüssen unter der Deckfläche hängend montiert.
Böden, Innenverkleidung und Zwischenwände der Geräteräume sind aus glattem Aluminiumblech gefertigt. Die Aussenverkleidung besteht aus GFK.
Das Fahrzeugheck ist aus GFK gefertigt, die Abstützbedienstände werden im Fahrbetrieb durch GFK‑Klappen geschützt. Ebenfalls im Heck integriert ist die Notbetriebsklappe.
Eine Blende deckt den Bereich zwischen dem Fahrerhaus und dem hochgezogenen Gerätekasten ab.
Aufgrund der Seitenmarkierungsleuchten ist das Fahrzeug auch von der Seite aus gut sichtbar |
|
| Sicherheit / Beleuchtung: |
- Ganzes Fahrzeug mit LED-Beleuchtung
- 2 aufgebaute blaue Blitzleuchten vorne und 1 hinten
- Cis-Gis-Warnanlage
- Frontblitzleuchten in LED-Ausführung
- Umfeldbeleuchtung
- Lackierung in RAL 3000
- 2 x Scheinwerfer, fernverstellbar am Leitersatz
- 2 x Xenon-Scheinwerfer 24V/41 W, an Korbfront
- Mannschutzbrause am Korb mit 3 Düsen
- Rückfahrkamera Video-Kamera in Korbboden mit Bildübertragung auf Hauptbedienstand
- Nachtreflektirende Sicherheitsbeklebung
|
| Zusatzausrüstungen: |
- Rosenbauer-Generator RS 14 mit 13,6 kVA
- 1 im Korb aufsteckbarer Monitor zur Wasserabgabe mit 1700 l/8 bar
- 4 Unterlegplatten für Stützenteller
- 1 Rosenbauer-Lüfter Fanergy E 16 mit Korbhalterung
|
| Masse und Gewichte: |
Fahrzeuglänge 10000 mm
Fahrzeugbreite 2500 mm
Fahrzeughöhe 3300 mm
Einsatzgewicht 14,5 t |
| Lieferant: |
Rosenbauer AG
Eichweg 4
8154 Oberglatt |